Marrakesch – Die Geheimnisvolle / Der Traum von Tausend und einer Nacht

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Es ist der Traum von Tausendundeiner Nacht, der den internationalen Jet-Set nach Marrakesch treibt. Modegott Yves Saint Laurent war einer der ersten, der kam. Hetti von Bohlen Halbach, die Witwe des Krupp-Erben Arndt Krupp von Bohlen Halbach, hat Mick Jagger, Andy Warhol und all die anderen Stars und Prominenten in ihrem Anwesen, das König Hassan II. den Krupps geschenkt hat, empfangen und legendäre Feste gegeben. Seit König Mohammed VI. Marokko behutsam modernisiert und den Tourismus fördert, boomt Marrakesch wie nie zuvor. Luxushotels und Golfplätze schießen wie Pilze aus dem kargen Wüstenboden. Und die Stars kommen noch immer: Sting, Madonna, Kate Moss und Richard Branson haben sich prächtig dort eingekauft. Aber auch die „Perle des Südens“ hat Schattenseiten. Es gibt Menschen, die in bitterer Armut leben – in Gettos am Rande der Stadt, die für sie keine Traumstadt ist, eher Teil ihres Albtraums. Die Reportage aus der Reihe „Traumstädte“ stellt Marrakesch sowie die Besucher und Bewohner der marokkanischen Metropole vor.

Sophie Raynal zeigt uns stolz ihr Gästehaus in der Medina von Marrakesch. 400.000 – hat sie investiert und aus einem heruntergekommenen Riad, so nennt man in Marokko Stadthäuser mit Garten, ein stilvolles Hotel gemacht. „In Marrakesch kannst du deine Träume noch verwirklichen“, sagt die Architektin aus der Gegend von Toulouse. „Frankreich ist so festgefahren, da bekommst du so etwas nicht auf die Beine. Es sei denn, du erbst Millionen“. Sie hat sich in Marrakesch verliebt, die Farben, die Gerüche, die Freundlichkeit der Menschen. Marrakesch ist ihre Traumstadt.
El Manouni el Kebir ist Schlangenbeschwörer, seit Generationen sind sie das in seiner Familie. Sein Arbeitsplatz ist der sagenumwobene Jemma el Fna, der Platz, der einen Großteil der Magie Marrakeschs ausmacht. Jeden Tag lässt er seine Vipern und Kobras tanzen. Sind die wirklich gefährlich, wollen wir wissen? „Natürlich, sie sind giftig, es ist ein gefährlicher Job“ antwortet er. „Ich wurde schon mehrfach gebissen, und jedes Mal hat mich Gott gerettet. Allah ist groß“. Wie auch immer. In der Apotheke um die Ecke jedenfalls behauptet man, kein wirksames Gegengift für Schlangenbisse zu haben. Was ist Wahrheit, was Märchen? Schwer zu sagen in Marrakesch, der Stadt, die wohl wie keine andere den Traum von Tausend und einer Nacht verkörpert.

Es ist dieser Traum, der den internationalen Jet-Set nach Marrakesch treibt. Modegott Yves Saint Laurent war einer der ersten, der kam. Hetti von Bohlen Halbach, die Witwe des Krupp-Erben Arndt Krupp von Bohlen Halbach, hat sie alle empfangen: Mick Jagger, Andy Warhol und all die anderen und legendäre Feste gegeben. Sie empfängt uns exklusiv in ihrem Anwesen, das König Hassan II. den Krupps geschenkt hat. Die besseren Kreise?

Seit König Mohammed VI. Marokko behutsam modernisiert und den Tourismus fördert, boomt Marrakesch wie nie zuvor. Luxushotels und Golfplätze schießen wie Pilze aus dem kargen Wüstenboden. Und die Stars kommen. Sting, Madonna, Kate Moss und Richard Branson haben sich prächtig eingekauft. Es war des Königs Vater Hassan II., der in den 60er Jahren Marrakesch für die große weite Welt geöffnet hat. Als erste kamen die Gettys, dann schenkte Hassan II. Alfred Krupp ein Grundstück, das zuvor Franzosen gehört hatte, die nach Ende des französischen Protektorats 1956 enteignet worden waren. Hassan II. wollte internationalen Glanz, Stars und Reichtum für Marrakesch. Das Kalkül ging auf. Die Agnellis kauften sich ein, die Stones und Andy Warhol besuchten die Gettys, die Krupps, Yves Saint Laurent und Givenchy. Man feierte in den 60er und 70er Jahren rauschende Feste.

Seit 20 Jahren bietet der Franzose Maurice Otin Heissluftballontouren an. Zu den Gästen, die den Ausflug mit Champagner und Erdbeeren buchen, gehörten auch Naomi Campbell und Boris Jelzin. Über die als zickig verschriene schwarze Schöne weiß Maurice Otin nur Bestes zu berichten. „Sie war unglaublich freundlich und über ihr Äußeres muss man wahrlich kein Wort verlieren. Sie trank in Maßen. Boris Jelzin dagegen schüttete Wodka in seinen Champagner“.

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